Posts Tagged 'Gera'

Wir haben gemeinsam blockiert – das Nazifest konnte nicht ungestört ablaufen!

Erstmals konnte das Nazifest in Gera nach acht Jahren nicht ungestört stattfinden. Über 1000 Menschen harrten mehrere Stunden in sengender Hitze aus und blockierten damit für lange Zeit die Anreisewege. Andere sorgten dafür, dass viele Nazigruppen nicht in der Innenstadt herumziehen konnten. Schon am Vorabend stimmte eine antifaschistische Warm-Up-Demonstration mit guter Stimmung auf die Aktionen am Samstag ein.

Das alles verdanken wir nicht zuletzt den vielen Antifa- und Anti-Nazi-Gruppen, die mit uns zu den Blockaden aufgerufen und bundesweit mobilisiert haben, aus vielen Städten Busse organisierten und sich gemeinsam auf die Straße setzten.

Danke an alle, die sich auf den Weg nach Gera gemacht und die Blockaden unterstützt haben. Auch wenn sich zukünftig noch viel mehr Menschen beteiligen müssen: ein erster Schritt ist getan!

http://nazifeste-verhindern.tk/

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Heute-THE PARTY IST OVER

The Party is over!
Europas größtes Nazifest stoppen, blockieren, verhindern!

Seit nunmehr acht Jahren ereignet sich im braunen Dreiländereck von Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt, inmitten der vermeintlich bunten und weltoffenen Otto-Dix Stadt Gera, Europas größtes Nazifestival „Rock für Deutschland“. Den bisherigen beängstigenden Höhepunkt fand das spektrenübergreifende Ereignis im „Superwahljahr 2009“ mit einer Besucher_innenzahl von mindestens 4.000. Es hat sich damit zu einer der größten Naziveranstaltungen nach 1945 entwickelt. Bekannte Szenegrößen vor Ort waren im letzten Jahr der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt und die Landser-Nachfolgeband „Die Lunikoff Verschwörung“. Im Rückblick auf das bisher erfolgreiche Protestjahr 2010 gegen Neonazi-Großaufmärsche ist zu befürchten, dass die NPD und ihre Sympathisant_innen nun besonderes Augenmerk auf das „Rock für Deutschland“ legen.

Je unwidersprochener dies stattfinden kann, desto stärker drängt der Neofaschismus in die Alltagskultur und schafft alljährlich eine „National befreite Zone“. In Relation dazu werden die Freiräume und Handlungsmöglichkeiten für alternative, linke und migrierende Menschen sukzessive kleiner. Dies liegt auch daran, dass sich Rassismus und Nationalismus bis tief in die gesellschaftliche Mitte erstrecken und antifaschistischer Widerstand oftmals mit der Neonaziideologie gleichsetzt wird.

Es ist an uns den Widerstand dagegen effektiv zu gestalten. Die Blockaden gegen Naziaufmärsche in Köln, Jena und Dresden haben gezeigt, dass antifaschistischer Widerstand in verschiedenen Formen erfolgreich sein kann! Handeln wir gemeinsam und solidarisch, damit eines der letzten großen Events der Naziszene endlich Geschichte wird.

Kommt am 10. Juli 2010 zahlreich zu den antifaschistischen Aktionen nach Gera! „Rock für Deutschland“ abschalten!

Europas größtes Nazifest verhindern

Im Sommer 2010 soll in Gera / Thüringen erneut das gegenwärtig größte Nazifest Europas stattfinden. Es ist die achte Auflage des in der Szene immer beliebter werdenden „Rock für Deutschland“ und das Highlight nach den Aufmärschen am 13. Februar in Dresden. Im vergangenen Jahr zog deren Märtyrer „Lunikoff“ ca. 4000 Neonazis nach Gera. Der Rechtsrockexperte Christian Dornbusch sieht darin eine „echte Konstante“.

Den antifaschistischen Protesten wurde trotz dessen nur wenig Solidarität zuteil. Aus Gera und anderen Städten beteiligten sich nie mehr als 700 Menschen. Hinzu kamen Uneinigkeit über Aktionsformen und Gleichsetzung von AntifaschistInnen mit Neonazis.

Unter diesen Vorzeichen vermochten NPD, Kameradschaften und Rechtsrockszene in Gera ihr Fest bundesweit zu etablieren. Fast ungestört von den Protesten mussten sie auch nur wenige Rückschläge einstecken. Während rassistische und antisemitische Tiraden alljährlich mitten in die braune „Homezone“ schallen, lassen es sich die Neonazis bei Hitlergruß und Bier gut gehen.

Es ist an der Zeit die Dimension zu erkennen und der trauten Gemütlichkeit endlich ein Endezu bereiten. Dafür brauchen wir Deine und Eure Unterstützung! Die erfolgreichen Blockaden von Antifa und Zivilgesellschaft gegen Naziaufmärsche in Köln, Jena und Dresden haben es vorgemacht. Wenn wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, uns nicht in „gut“ und „böse“ spalten lassen und die Ausdauer haben, können wir es schaffen. Gehen wir gemeinsam und solidarisch neue Wege, damit eines der letzten großen Events der Naziszene in den kommenden Jahren endlich Geschichte wird.

Kommt zahlreich zu den antifaschistischen Aktionen und achtet auf aktuelle Informationen und die Bekanntgabe des Termins!

Aktion gegen Rückkehrer-Appell in Gera- Repression gegen AntimilitaristInnen

Am 8.April führte die Bundeswehr auf dem Geraer Marktplatz einen so genannten Rückkehrer-Appell für die Beteiligte an den „kriegsähnlichen Zuständen“ in Afghanistan durch.
Die LINKE rief zu einer Kundgebung gegen den Afghanistankrieg und den Rückkehrer-Appell auf. In diesen Tagen finden zum 50. Mal die Ostermärsche der Friedensbewegung statt. Der Bundestag stockt entgegen dem Mehrheitswillen der Bevölkerung die Truppen in Afghanistan auf.
Die dort massenhaft anwesende Polizei nutzte die Gelegenheit, um Menschen, die nach ihrer Ansicht dem linken Spektrum angehörten, vorzeitig Platzverweise für den Markt aus zu sprechen. Die Kundgebung der LINKEN am Museumsplatz war nicht nur von Sympathisanten gut besucht, auch Polizisten in Zivil oder in Uniform zeigten ständige Präsenz, wodurch es immer wieder zu Personalkontrollen und Platzverweisen kam.
Mit feierlichem Marsch stampfte später ein Musikkorps am Markt ein um die Überbleibsel der als Helden verehrten Berufskiller auf den Gerarer Markt zu ehren. Während der Zeremonie hielten Menschen wie Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht Reden, um die Einsätze zu rechtfertigen. Mit dem militärischen Zeremoniell mitten in der Stadt soll eine Normalisierung von Krieg und Militär erreicht werden.
Dass dies ein Verbrechen ist und sofort beendet werden muss, demonstrierten einige Zuschauer, in dem sie Plakate mit den Namen der Opfer des Afghanistankrieges in die Höhe hielten. Um die Zeremonie nicht zu gefährden, griffen sofort Polizei und Bundeswehr ein. Ein Teil der Demonstranten wurden vom Markt entfernt und eingekesselt.
Während dessen wurden 2 junge Zuschauerinnen Opfer der dort anwesenden Kampfeinheit von Polizei und Bundeswehr. Der Hund eines Bundeswehrsoldaten biss die eine Zuschauerin in die Hand, so dass sie später notärztlich behandelt werden musste. Die andere Person kam mit blauen Flecken davon, nachdem Polizeibeamte sie mehrmals zu Boden warfen und fesselten, bevor sie in Sicherheitsgewahrsam genommen wurde.

Heute 8. April: Säbelrasseln in Gera

Am 8. April wird auf dem Geraer Markt das Bundeswehr-Panzerpionierbataillon 701 aufmarschieren. Anlass ist die Rückkehr der Soldaten aus Afghanistan.

Man kann gestrost davon ausgehen, daß es kein Zufall ist, daß sich die Armee gerade in Gera dergestalt öffentlich zur Schau stellt: In der strukturschwachen Region ist das Militär ein wichtiger Arbeitgeber und Standortfaktor. Wer im Truppentransporter loszieht oder im Zinksarg zurückkehrt, stammt überdurchschnittlich oft aus der ostdeutschen Provinz. Weiter ist Gera wahrscheinlich keine Hochburg des Antimilitarismus, sodaß mit großem Widerstand gegen das martialische Spektakel kaum zu rechnen ist.

Trotzdem hat die Partei „DIE LINKE“ für 17 Uhr auf dem Geraer Museumsplatz eine Gegenkundgebung angemeldet. Ohne Umsteigen kommt man aus Erfurt ab 14:48 nach Gera — und hat dort genügend Zeit, sich einen angemessenen Ort für den Protest gegen die militaristische Propagandashow zu suchen.

Zeichen für den Frieden setzen – Kein öffentliches Antreten in Gera!

Mit Entsetzen hat die Thüringer Bundestagsabgeordnete Luc
Jochimsen die Nachricht zur Kenntnis genommen, das die
Rückkehr des Panzerbataillons 701 am 8.April in Gera mit
einer militärischen Inszenierung auf dem Marktplatz
begangen werden soll.

„Als Kind habe ich das Grauen des Krieges selbst miterlebt
und musste mit ansehen, wie einst gefeierte Kriegshelden
als zerbrochene Menschen zurückkehrten. Ich hätte niemals
geglaubt, dass Krieg in Deutschland wieder gefeiert wird.“
Sie fordert stattdessen, mit einer Kundgebung für den
Frieden ein Zeichen gegen den Krieg und die schleichende
Remilitarisierung zu setzen. Dabei müsse auch der zivilen
Opfer des militärischen Engagements der Bundeswehr
gedacht werden.

Jochimsen hält es für absolut inakzeptabel, dass einem „Gera
4569 Kilometer“ überschriebenen Bericht der OTZ vom 12.
Februar zufolge Theater & Philharmonie Thüringen die
Soldaten zum Erleben eines „künstlerischen Gefechts“ ins
Theater eingeladen hat.
„Wenn ich mich im Bundestag für einen Schutzschirm für
Theater und Museen einsetze, dann tue ich dies in der festen
Überzeugung, dass die Kultur in unserem Land die Basis für
ein friedliches Miteinander der Menschen ist. Diese Art der
Inszenierung jedoch ist ein Rückfall in Zeiten, die ich
überwunden glaubte.“
Alle Geraer seien nun dazu aufgerufen, am 8. April gegen
das öffentliche Antreten zu protestieren. „Dieser Unkultur
und Militarisierung müssen wir ein starkes Zeichen für den
Frieden entgegensetzen“, fordert Jochimsen.
LucJochimsen im Internet!
www.lukrezia-jochimsen.de



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