Posts Tagged 'blockieren'

Wir haben gemeinsam blockiert – das Nazifest konnte nicht ungestört ablaufen!

Erstmals konnte das Nazifest in Gera nach acht Jahren nicht ungestört stattfinden. Über 1000 Menschen harrten mehrere Stunden in sengender Hitze aus und blockierten damit für lange Zeit die Anreisewege. Andere sorgten dafür, dass viele Nazigruppen nicht in der Innenstadt herumziehen konnten. Schon am Vorabend stimmte eine antifaschistische Warm-Up-Demonstration mit guter Stimmung auf die Aktionen am Samstag ein.

Das alles verdanken wir nicht zuletzt den vielen Antifa- und Anti-Nazi-Gruppen, die mit uns zu den Blockaden aufgerufen und bundesweit mobilisiert haben, aus vielen Städten Busse organisierten und sich gemeinsam auf die Straße setzten.

Danke an alle, die sich auf den Weg nach Gera gemacht und die Blockaden unterstützt haben. Auch wenn sich zukünftig noch viel mehr Menschen beteiligen müssen: ein erster Schritt ist getan!

http://nazifeste-verhindern.tk/

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Kein Ort für Neonazis

Kein Ort für Neonazis – DIE LINKE unterstützt vielfältige Aktionen

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, ruft zur Beteiligung an vielfältigen Aktionen gegen den Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Erfurt auf. „Erfurt ist bunt und nicht braun. Wir möchten alle ermutigen, am 1. Mai auf die Straße zu gehen, deutlich zu machen, dass es 65 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus auch weiterhin ‚Nie wieder‘ heißen muss“, sagt Ramelow.

Das „Probesitzen“ auf dem Erfurter Fischmarkt sei eine erste Möglichkeit für eine friedliche aber entschlossene Protestform der Blockade, mit der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld des 1. Mai ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus setzen können. „Es geht darum, gemeinsam und solidarisch der menschenverachtenden Ideologie der NPD und gewalttätigen Neonazis die rote Karte zu zeigen. Das Probesitzen soll ein Auftakt für eine ganze Reihe von Veranstaltungen gegen braunen Ungeist sein“, erklärt der Oppositionsführer im Landtag.

DIE LINKE-Fraktion werde sich an weiteren Aktionen beteiligen und sich aktiv in die Informationsarbeit einbringen. So sollen in den nächsten Wochen in ganz Thüringen Plakate zu den Protesten aufrufen und in Erfurt wird mit Veranstaltungen und Infoständen über die Gegenaktivitäten informiert und zur Teilnahme aufgerufen.

„Die Lehre aus der Vergangenheit muss sein, Demokratie aktiv zu schützen und zu verteidigen. Dazu gehört, den Neonazis nicht die Straßen und Plätze zu überlassen. Der 1. Mai bleibt der Tag der Solidarität und Menschenrechte“, so Ramelow, der die Landesregierung erneut auffordert, sich offensiv für das Verbot der NPD einzusetzen.

Blockaden in Dresden erfolgreich: Naziaufmarsch verhindert

Stand 20.00 Uhr 13. Februar 2010

“Nazifrei”-Blockaden erfolgreich: Aufmarsch verhindert

12.000 Menschen bei Protesten in der Dresdner Neustadt

Menschenkette als ‘wirkungslose Show’ kritisiert

Nazi-Angriffe in Pirna

Beim Bündnis “Nazifrei – Dresden stellt sich quer!” – den OrganisatorInnen der Blockaden – herrscht Begeisterung: 12.000 Menschen verhinderten zum ersten Mal den jährlichen Nazi-Aufmarsch in der sächsischen Landeshauptstadt. Über Stunden besetzten sie Straßen und Plätze in unmittelbarer Umgebung des Neustädter Bahnhofs. Gegen 17.00 Uhr kam die Erfolgsmeldung: die Polizei bricht die Nazi-Veranstaltung wegen der Proteste ab.

Für das Bündnis “Nazifrei – Dresden stellt sich quer!” ist die Verhinderung des Naziaufmarschs ein großer Erfolg. “Zwölftausend Menschen aus Dresden und aus der ganzen Bundesrepublik haben den Sammelpunkt der Nazis abgeriegelt – Dank an alle, die sich an den Massenblockaden beteiligt haben und sich nicht einschüchtern ließen”, erklärte Bündnis-Sprecherin Lena Roth. “Es war nicht einfach, es gab Verletzte durch Nazi-Angriffe und es war saukalt – aber es hat sich gelohnt.” Erstmalig, so betonte Roth, sei es gelungen, den größten Naziaufmarsch Europas zu stoppen. Ausschlaggebend für den Erfolg seien die Vielfalt und die Entschlossenheit des Bündnisses “Nazifrei – Dresden stellt sich quer!” sowie das klare Blockade-Konzept gewesen.

“Die Strategie der Einschüchterung im Vorfeld hat den Dresdner Behörden nichts genützt. Im Gegenteil: Auch im Anschluss an Orosz’ Menschenkette strömten noch tausende Menschen in die Neustadt, um die Blockaden zu unterstützen.”, erklärte Roth weiter. Die Menschenkette in großer Entfernung zum Geschehen kritisierte Roth als “rein symbolische und somit wirkungslose Show. Orosz will immer nur ‘Signale’ aussenden, aber darüber lachen die Nazis. Unsere Blockaden in der Neustadt haben den Aufmarsch dagegen wirklich verhindert.”

Zu den Massenblockaden hatte auf Initiative des antifaschistischen Bündnisses “No pasaran” ein bundesweiter Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Initiativen, Parteien, antifaschistischen Gruppen und Gewerkschaften aufgerufen. Im Vorfeld hatten sich über 600 Organisationen und rund 2000 Einzelpersonen in den Unterstützerlisten eingetragen.

Nach dem Scheitern des Aufmarschs griffen im sächsischen Pirna 250 Nazis in Gruppen die Wohnungen von ihnen bekannten AntifaschistInnen an.

http://www.dresden-nazifrei.com/


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