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Aktion gegen Rückkehrer-Appell in Gera- Repression gegen AntimilitaristInnen

Am 8.April führte die Bundeswehr auf dem Geraer Marktplatz einen so genannten Rückkehrer-Appell für die Beteiligte an den „kriegsähnlichen Zuständen“ in Afghanistan durch.
Die LINKE rief zu einer Kundgebung gegen den Afghanistankrieg und den Rückkehrer-Appell auf. In diesen Tagen finden zum 50. Mal die Ostermärsche der Friedensbewegung statt. Der Bundestag stockt entgegen dem Mehrheitswillen der Bevölkerung die Truppen in Afghanistan auf.
Die dort massenhaft anwesende Polizei nutzte die Gelegenheit, um Menschen, die nach ihrer Ansicht dem linken Spektrum angehörten, vorzeitig Platzverweise für den Markt aus zu sprechen. Die Kundgebung der LINKEN am Museumsplatz war nicht nur von Sympathisanten gut besucht, auch Polizisten in Zivil oder in Uniform zeigten ständige Präsenz, wodurch es immer wieder zu Personalkontrollen und Platzverweisen kam.
Mit feierlichem Marsch stampfte später ein Musikkorps am Markt ein um die Überbleibsel der als Helden verehrten Berufskiller auf den Gerarer Markt zu ehren. Während der Zeremonie hielten Menschen wie Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht Reden, um die Einsätze zu rechtfertigen. Mit dem militärischen Zeremoniell mitten in der Stadt soll eine Normalisierung von Krieg und Militär erreicht werden.
Dass dies ein Verbrechen ist und sofort beendet werden muss, demonstrierten einige Zuschauer, in dem sie Plakate mit den Namen der Opfer des Afghanistankrieges in die Höhe hielten. Um die Zeremonie nicht zu gefährden, griffen sofort Polizei und Bundeswehr ein. Ein Teil der Demonstranten wurden vom Markt entfernt und eingekesselt.
Während dessen wurden 2 junge Zuschauerinnen Opfer der dort anwesenden Kampfeinheit von Polizei und Bundeswehr. Der Hund eines Bundeswehrsoldaten biss die eine Zuschauerin in die Hand, so dass sie später notärztlich behandelt werden musste. Die andere Person kam mit blauen Flecken davon, nachdem Polizeibeamte sie mehrmals zu Boden warfen und fesselten, bevor sie in Sicherheitsgewahrsam genommen wurde.

Zeichen für den Frieden setzen – Kein öffentliches Antreten in Gera!

Mit Entsetzen hat die Thüringer Bundestagsabgeordnete Luc
Jochimsen die Nachricht zur Kenntnis genommen, das die
Rückkehr des Panzerbataillons 701 am 8.April in Gera mit
einer militärischen Inszenierung auf dem Marktplatz
begangen werden soll.

„Als Kind habe ich das Grauen des Krieges selbst miterlebt
und musste mit ansehen, wie einst gefeierte Kriegshelden
als zerbrochene Menschen zurückkehrten. Ich hätte niemals
geglaubt, dass Krieg in Deutschland wieder gefeiert wird.“
Sie fordert stattdessen, mit einer Kundgebung für den
Frieden ein Zeichen gegen den Krieg und die schleichende
Remilitarisierung zu setzen. Dabei müsse auch der zivilen
Opfer des militärischen Engagements der Bundeswehr
gedacht werden.

Jochimsen hält es für absolut inakzeptabel, dass einem „Gera
4569 Kilometer“ überschriebenen Bericht der OTZ vom 12.
Februar zufolge Theater & Philharmonie Thüringen die
Soldaten zum Erleben eines „künstlerischen Gefechts“ ins
Theater eingeladen hat.
„Wenn ich mich im Bundestag für einen Schutzschirm für
Theater und Museen einsetze, dann tue ich dies in der festen
Überzeugung, dass die Kultur in unserem Land die Basis für
ein friedliches Miteinander der Menschen ist. Diese Art der
Inszenierung jedoch ist ein Rückfall in Zeiten, die ich
überwunden glaubte.“
Alle Geraer seien nun dazu aufgerufen, am 8. April gegen
das öffentliche Antreten zu protestieren. „Dieser Unkultur
und Militarisierung müssen wir ein starkes Zeichen für den
Frieden entgegensetzen“, fordert Jochimsen.
LucJochimsen im Internet!
www.lukrezia-jochimsen.de


Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan!

Bundesweiter Protest 20. Februar 2010 – Berlin Kein Soldat mehr! Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan!

Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind keine Entwicklungshelfer in Uniform. Die Bundeswehr tötet am Hindukusch. Nach dem Bombenabwurf in Kunduz wissen das alle.

Heute sind über 100.000

ausländische Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. Die Menschen in Afghanistan fühlen sich dadurch nicht befreit, sondern besetzt. Das nährt den bewaffneten Widerstand.

Jetzt sollen noch 40.000weitere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan Krieg führen. Davon 850 aus Deutschland. Die Bundesregierung will im Bundestag beantragen: Truppenaufstockung für Afghanistan.

Mit der Mehrheit der Bevölkerung sagen wir dazu Nein. Wir fordern die Bundestagsabgeordneten auf: Stimmen Sie mit Nein! Schicken Sie keine weiteren Truppen, sondern ziehen Sie diese ab! Nur dann hat der Frieden eine Chance, können die humanitären Hilfsorganisationen ungefährdet arbeiten.

Wir rufen auf: Protestiert am 20. Februar gemeinsam gegen den Krieg. Macht den Abgeordneten klar: Gegen unseren Willen schickt die Bundesregierung weitere Truppen an den Hindukusch. Gegen unseren Willen werden weitere Milliarden für den Krieg ausgegeben. Gegen unseren Willen werden neue Waffen eingesetzt. Afghanistan braucht zivilen Aufbau, der verstärkt werden muss. Afghanistan braucht kein Geld für den Krieg.

Deutschland steht erneut vor der Entscheidung. Mehr Soldatinnen und Soldaten und mehr Waffen, damit mehr Tote und mehr Verletzte. Oder: Waffenstillstand, Truppenabzug und zivile Hilfe. Dafür demonstrieren wir. Dafür brauchen wir Unterstützung. Am 20. Februar und darüber hinaus.

Keine Erhöhung der Truppen –
Frieden und Aufbau statt Unterstützung für den Krieg!

Am 20. Februar gemeinsam gegen den Afghanistan-Krieg!

Flugblatt als .pdf-File (hier)

(pdf-Datei, 106kB)


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