1. Sicher chatten mit Pidgin

Sicher chatten?

Viele fragen mich, warum ich beim chatten nicht die Standard Clients benutze, sondern Pidgin? Die Antwort ist einfach.

Ich bestehe auf meine Privatsphäre.

Ich möchte nicht, dass meine Gespräche und Daten auf irgendwelchen US-Servern gespeichert und an Dritte verkauft werden. Hierzu stimmt man in den Nutzungsbedienungen z.B.  bei der Installation des ICQ-Programms zu:

„Sie stimmen zu, dass Sie Ihr Copyright sowie jegliche andere Eigentumsrechte an gesendetem Material durch das Senden aufgeben. Des Weiteren stimmen Sie zu, dass ICQ Inc. befugt ist, nach eigenem Ermessen jegliches gesendete Material oder gesendete Informationen in jeder Art und Weise zu benutzen, beispielsweise, aber nicht ausschließlich, indem es das Material veröffentlicht oder verbreitet.“

Außerdem nervt mich persönlich die ständige Werbung, die ich erdulden muss, um den Messenger nutzen zu können.

Ich habe einige Zeit gebraucht, um mir mein Pidgin so ein zu richten, dass ich es fast wie ICQ nutzen kann. Damit ihr euch das alles ersparen könnt, möchte ich euch hier ein kleines Tutorial für Anfänger geben. Wenn ihr noch Fragen und Vorschläge habt, dann meldet euch.

Hier geht’s zum Tutorial


2. Save your PC-Antifa RGB

En­ga­gier­ten An­ti­fa­schis­ten droht die Ge­fahr, vom Staat über­wacht zu wer­den. Die An­ti­fa Ber­nau hat eine klei­ne Samm­lung mit nütz­li­chen Pro­gram­men zu­sam­men ge­stellt, die euch vor Über­wa­chung und Re­pres­si­on schüt­zen soll­ten. Denkt daran, dass es nicht sinn­voll ist, Pro­gram­men blind zu ver­trau­en. Nur wer sich zu­min­dest ein biss­chen mit den Pro­gram­men und deren Funk­tio­nie­ren be­schäf­tigt, kann si­cher und ver­ant­wor­tungs­voll damit um­ge­hen. Au­ßer­dem kann kein Pro­gramm einen 100%igen Schutz bie­ten. Trotz­dem ist es sinn­voll, sich einen hohen Si­cher­heits­stan­dard an­zu­eig­nen, nicht zu­letzt des­halb, weil man es dem Über­wa­chungs­staat nicht allzu leicht ma­chen soll­te.

Al­ter­na­tiv dazu könnt ihr euch die Bro­schü­re “Si­cher durchs Netz” hier run­ter­la­den.
Bei Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen , schreibt uns bitte ein­fach eine Email: kontakt@​antifa-rgb.​tk

Pass­wör­ter

1. min­des­tens acht, bes­ser mehr Zei­chen ver­wen­den
2. Kom­bi­na­ti­on aus Klein-​ und Groß­buch­sta­ben, Zah­len und Son­der­zei­chen nut­zen, deut­sche Um­lau­te mei­den
3. Wör­ter aus dem per­sön­li­chen Um­feld (Ei­gen­na­men, Ko­se­na­men,Haus­tier­na­men etc.)sind tabu
4. keine Wör­ter aus­su­chen, die im Duden oder ir­gend­ei­nem (Fremd­spra­chen-​)Le­xi­kon ste­hen; also auch keine Co­mic­fi­gu­ren oder Herr-​der-​Rin­ge-​Hel­den
5. Ge­burts­ta­ge oder an­de­re re­le­van­te Daten ver­mei­den
6. nicht ein­fach nur Son­der­zei­chen an­hän­gen, son­dern sie in das Pass­wort in­te­grie­ren
7. keine Wör­ter obi­ger Ka­te­go­ri­en ein­fach nur rück­wärts schrei­ben oder an­ders ver­frem­den
8. das Pass­wort nicht unter die Tas­ta­tur oder hin­ter den Mo­ni­tor kle­ben! wenn man es über­haupt auf­schreibt, dann den Zet­tel zu­min­dest si­cher auf­be­wah­ren
9. für jedes Sys­tem ein ei­ge­nes Pass­wort wäh­len
10. das Pass­wort nie­mals wei­ter­ge­ben

Um ein gutes Pass­wort zu er­hal­ten, denkt man sich bei­spiels­wei­se einen Satz wie “Hof­fent­lich errät bis zum Jahr ‘19 kein Bö­se­wicht mein si­che­res Pass­wort!” und nimmt von jedem Wort den An­fangs­buch­sta­ben. Das er­gibt dann “HebzJ’19k­B­m­sP!”. An den Satz er­in­nert man sich.

Lö­schen:
Wer eine Datei in den “Pa­pier­korb” ver­schiebt, die­sen leert und denkt es gäbe diese Datei nicht mehr, liegt lei­der falsch. Der Platz, auf dem diese Datei ge­spei­chert war, wird le­dig­lich zum neuen Be­schrei­ben frei­ge­ge­ben. Si­che­res lö­schen funk­tio­niert also nur, wenn der Platz auf dem die Datei lag, am bes­ten mehr­fach über­schrie­ben wird. Es gibt Pro­gram­me, die er­le­di­gen das di­rekt. Wir emp­feh­len das Pro­gramm Era­ser:
http://​sourceforge.​ net/​projects/​eraser/

Sur­fen:
Mo­zil­la Fi­re­fox ist die kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve zum Micro­soft In­ter­net Ex­plo­rer. Es las­sen sich aus­führ­lich Si­cher­heits­ein­stel­lun­gen tä­ti­gen.
http://​www.​ mozilla-​eu­ro­pe.​org/​de/​firefox/

Email
Mo­zil­la Thun­der­bird ist das pas­sen­de Email Pro­gramm. Es wird als we­sent­lich si­che­rer ein­ge­stuft als das be­kann­te Out­look von Micro­soft. Es kann be­quem ein Add-​on (Pro­gramm-​Zu­satz) in­stal­liert wer­den, mit dem ihr Emails ver­schlüs­seln könnt.
http:// ​www.​mozilla-​eu­ro­pe.​org/​de/​products/​thunderbird/

Email Ver­schlüs­se­lung (”PGP”)
PGP ist das Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren, dass sich wegen sei­ner Si­cher­heit, trotz aller Be­hin­de­run­gen durch ame­ri­ka­ni­sche Re­gie­rungs­be­hör­den, als De-​fac­to-​Stan­dard durch­ge­setzt hat. PGP ar­bei­tet mit dem Pu­blic-​Key-​ (Öf­fent­li­cher Schlüs­sel)-​Ver­fah­ren. An­wen­de­rIn­nen be­sit­zen zwei Schlüs­sel, einen öf­fent­li­chen und einen ge­hei­men. Daten, die mit dem einen Schlüs­sel ko­diert sind, kön­nen nur mit dem je­weils an­de­ren wie­der de­ko­diert wer­den. Mit dem Pu­blic-​Key einer Adres­sa­tIn ver­schlüs­sel­te Nach­rich­ten kannst nur du selbst mit dei­nem dazu pas­sen­den ge­hei­men Schlüs­sel wie­der ent­schlüs­seln. Gleich­falls kann eine Si­gna­tur (di­gi­ta­le Un­ter­schrift), die mit dem ge­hei­men Schlüs­sel der Ab­sen­de­rIn er­stellt wurde, nur mit dem pas­sen­den öf­fent­li­chen Schlüs­sel ent­zif­fert wer­den. Au­ßer­dem gibt es Me­cha­nis­men, mit denen die Echt­heit des er­hal­te­nen öf­fent­li­chen Schlüs­sels oder der di­gi­ta­len Si­gna­tur ge­prüft wer­den kann. Der ge­hei­me Schlüs­sel ist mit einem Pass­wort (Man­tra) ge­schützt. Ei­gent­lich soll­te es selbst­ver­ständ­lich sein, wegen der Wich­tig­keit aber trotz­dem an die­ser Stel­le er­wähnt wer­den: Ge­heim ist na­tür­lich nur, was ge­heim ge­hal­ten wird und das beste Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren hilft nicht, wenn beide Schlüs­sel zu­sam­men, wo­mög­lich mit dem Man­tra, auf­be­wahrt wer­den.

Das hört sich fürch­ter­lich kom­pli­ziert an. Etwas Aus­ein­an­der­set­zung mit PGP ist für seine An­wen­dung auch vom Si­cher­heits­stand­punkt er­for­der­lich. Hat mensch das Prin­zip ein­mal be­grif­fen und ar­bei­tet auch mit einem Pro­gramm, wel­ches PGP un­ter­stützt, ist das Ver­schlüs­seln von Nach­rich­ten so ein­fach wie Brief­um­schlä­ge zu­kle­ben. Mehr dazu fin­det ihr bei In­fo­ri­ot.

Open Of­fice
Open Of­fice ist die Open­Sour­ce Al­ter­na­ti­ve zum kom­mer­zi­el­len Micro­soft Of­fice. Prin­zi­pi­ell er­setzt es alle be­kann­ten Micro­soft Pro­gram­me, wie Word, Excel, Power­Point etc. und ist trotz­dem zu den be­kann­ten Da­tei­for­ma­ten kom­pa­ti­bel. Der Um­stieg fällt recht ein­fach. Au­ßer­dem gibt es ei­ni­ge Si­cher­heits­pro­ble­me, die Micro­soft Pro­gram­me auf­wei­sen, hier nicht. Das ganze ist kos­ten­los und gibt es hier zum down­load: http://​www.​openoffice.​org

Ver­schlüs­se­lung von Daten
Wir möch­ten euch zwei Pro­gram­me vor­stel­len, mit denen ihr eure Daten ver­schlüs­seln und schüt­zen könnt. Das erste heisst Tru­eCrypt und wird als sehr si­cher ein­ge­stuft. Ihr könnt ent­we­der ganze Da­ten­trä­ger (z.B. Fest­plat­te oder USB Stick) ver­schlüs­seln oder nur Teile davon. Das funk­tio­niert dann über eine so­ge­nann­te Con­tai­ner Datei. Es wird ein be­stimm­ter Be­reich des Da­ten­trä­gers fest­ge­legt (z.B. 200 MB eines USB Sticks mit einer Ge­samt­grö­ße von 512 MB). Die­ser Be­reich ist ver­schlüs­selt und be­hält immer die glei­che Größe, un­ab­hän­gig davon, wie voll er ist. So kön­nen auch Teile der Fest­plat­te ver­schlüs­selt wer­den. Das Pro­gramm gibt es hier http://​www.​truecrypt.​org.
Ein wei­te­res Pro­gramm ist Com­puS­ec. Es ver­schlüs­selt Dis­ket­ten, USB-​Sticks, Fest­plat­ten etc. Das be­son­de­re daran ist die “pre boot ac­cess con­trol”. Das be­deu­tet, dass beim Ein­schal­ten des Rech­ners zu­erst das Pass­wort ein­ge­ge­ben wer­den muss, bevor das Be­triebs­sys­tem star­tet. Es kann also ohne Pass­wort nie­mand etwas mit dem Rech­ner an­fan­gen oder Daten aus­le­sen. Com­puS­ec ist kos­ten­los und gibt es hier: http://​ www.​chip.​de/​downloads/​c1_​downloads_​13009216.​html

Win­dows Si­cher­heits­lü­cken
Das klei­ne Pro­gramm XP-​An­tis­py schließt Si­cher­heits­lü­cken des Be­triebsys­tems Win­dows XP. Es macht le­dig­lich Ein­stel­lun­gen, die man auch so vor­neh­men kann. Da aber nicht jedeR weiß, wel­che Ein­stel­lung sinn­voll ist, kann das Pro­gramm durch­aus hel­fen. http://​www.​xp-​an­tis­py.​org

An­ti­vi­ren Soft­ware
Das Pro­gramm An­ti­vir ist für den pri­va­ten Ge­brach kos­ten­los. Es ver­fügt über eine re­gel­mä­ßi­ge Ak­tua­li­sie­rungs­funk­ti­on und kennt daher immer die neus­ten Viren. Hier gibt es den down­loadhttp://​www.​ free-av.​de/​antivirus/​allinoned.​html
Eine wei­te­re kos­ten­lo­se Va­ri­an­te ist Clam­Win. http://​www.​clamwin.​de

An­ti-​Spy Soft­ware

Das Pro­gramm “Spy­Bot-​Se­arch and de­s­troy” fin­det und löscht ver­steck­te Pro­gram­me (sog. Spy­wa­re, Tro­ja­ner, Key­log­ger), die bei­spiels­wei­se Pass­wör­ter oder per­sön­li­che Daten aus­spio­nie­ren. Auf fol­gen­der Seite gibt es den down­load und ei­ni­ge Infos dazu http://​www.​safer- ​net­wor­king.​org/​de/​index.​html
Das Pro­gramm Zone Alarm ist eine Fire­wall und prüft alle Pro­gram­me, die auf das In­ter­net zu­grei­fen und gibt zudem die Mög­lichg­keit, diese zu sper­ren. Das In­ter­net kann auch mit einem un­kom­pli­zier­ten “Klick” kom­plett ge­sperrt wer­den. Sehr über­sicht­lich und zu­ver­läs­sig, hier zum down­load: http://​ www.​chip.​de/​downloads/​c1_​downloads_​12999416.​htm

An­ony­mes sur­fen
Spe­zi­el­le An­ony­mi­sie­rungs­diens­te ver­hin­dern, dass Web­sei­ten die von Ihnen ge­nutz­te IP-​Adres­se spei­chern kön­nen. Sie ver­lang­sa­men das Sur­fen al­ler­dings merk­lich. Kos­ten­lo­se Diens­te sind JAP und TOR. Sehr ein­fach zu in­stal­lie­ren und zu be­die­nen ist der Brow­ser Tor­park, in den der An­ony­mi­sie­rungs­dienst TOR be­reits ein­ge­baut ist. Eine deut­sche Ver­si­on von Tor­park fin­det sich hier. Schnel­ler als die kos­ten­lo­sen Diens­te, al­ler­dings auch un­si­che­rer, sind kos­ten­pflich­ti­ge Diens­te wie Re­l­akks, Track­bus­ter, Ste­ga­nos und Safer­surf.
Schnell und ein­fach geht es auch mit In­ter­net­sei­ten wie www.​anonymouse.​org. Dort muss nur die ge­wünsch­te Ziel­adres­se ein­ge­ge­ben wer­den und schon kann es los­ge­hen.

Des­wei­te­ren soll­te ihr euren Brow­ser so ein­stel­len, dass er Cook­ies bei jedem Neu­start löscht. Cook­ies er­mög­li­chen es Web­sei­ten, Sie wie­der­zu­er­ken­nen.

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