Archive for the 'AGDTion' Category

NPD kauft Bürohaus in Bad Langensalza

Die NPD steht kurz davor den Kaufvertrag für eine Immobilie im thüringischen Bad Langensalza zu unterschreiben. Der Verkauf an die NPD wurde wohl schon im Jahr 2008 geplant, konnte bisher aber noch nicht durchgeführt werden, auch weil die Stadt damals davon Wind bekommen hatte. In den letzten zwei Jahren war es ruhig bezüglich des Verkaufs, jetzt ist die NPD bereits täglich vor Ort und man hat wohl auch schon die obligatorische Flagge gehisst… Für Thüringen bedeutet das, kurz davor zu stehen einen weiteren Ort an braune Spinner zu verlieren. Das Bürohaus Europa soll als zentrale Anlaufstelle, als Veranstaltungsort, sowie als Sitz eines Versandhandels und für den Vertrieb des „Nordthüringenbote“ genutzt werden. Im Moment prüft die Stadt ob man über den Rechtsweg den Verkauf verhindern kann, etwa über das sogenannte Vorkaufsrecht. Allerdings war man 2008 auch schon an dieser Stelle, damals hatten die aktuellen Besitzer, die sich wohl mit der Immobilie übernommen hatten, der Stadt das Gebäude für einen viel zu hohen Preis angeboten – was damals von Seiten der Stadt abgelehnt wurde. Auch damals hieß es schon: „entweder man bekommt diesen Preis, oder das Gebäude geht an die NPD“. Des Weiteren habe ich gelesen, das die Besitzer wohl in finanziellen Nöten seien und selbst die NPD zwar nicht wollten, aber aufgrund einer bevorstehenden Insolvenz gezwungen seien an die Nationalen zu verkaufen. . . Die Entscheidung fällt sicherlich doppelt so leicht, wenn man nicht in der Gegend wohnt, sondern in Würzburg.

Jetzt heißt es Protest zu organisieren!

Love Thuringia – Hate Fascism (and smallminded crap)
Quelle: Plastic Bombs

Heute-THE PARTY IST OVER

The Party is over!
Europas größtes Nazifest stoppen, blockieren, verhindern!

Seit nunmehr acht Jahren ereignet sich im braunen Dreiländereck von Thüringen, Sachsen und Sachsen- Anhalt, inmitten der vermeintlich bunten und weltoffenen Otto-Dix Stadt Gera, Europas größtes Nazifestival „Rock für Deutschland“. Den bisherigen beängstigenden Höhepunkt fand das spektrenübergreifende Ereignis im „Superwahljahr 2009“ mit einer Besucher_innenzahl von mindestens 4.000. Es hat sich damit zu einer der größten Naziveranstaltungen nach 1945 entwickelt. Bekannte Szenegrößen vor Ort waren im letzten Jahr der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt und die Landser-Nachfolgeband „Die Lunikoff Verschwörung“. Im Rückblick auf das bisher erfolgreiche Protestjahr 2010 gegen Neonazi-Großaufmärsche ist zu befürchten, dass die NPD und ihre Sympathisant_innen nun besonderes Augenmerk auf das „Rock für Deutschland“ legen.

Je unwidersprochener dies stattfinden kann, desto stärker drängt der Neofaschismus in die Alltagskultur und schafft alljährlich eine „National befreite Zone“. In Relation dazu werden die Freiräume und Handlungsmöglichkeiten für alternative, linke und migrierende Menschen sukzessive kleiner. Dies liegt auch daran, dass sich Rassismus und Nationalismus bis tief in die gesellschaftliche Mitte erstrecken und antifaschistischer Widerstand oftmals mit der Neonaziideologie gleichsetzt wird.

Es ist an uns den Widerstand dagegen effektiv zu gestalten. Die Blockaden gegen Naziaufmärsche in Köln, Jena und Dresden haben gezeigt, dass antifaschistischer Widerstand in verschiedenen Formen erfolgreich sein kann! Handeln wir gemeinsam und solidarisch, damit eines der letzten großen Events der Naziszene endlich Geschichte wird.

Kommt am 10. Juli 2010 zahlreich zu den antifaschistischen Aktionen nach Gera! „Rock für Deutschland“ abschalten!

World Cup 2010: Kick Daimler!

Der Auftritt der deutschen Fußball Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika steht unter keinem guten Stern. Das Problem ist nicht das DFB-Team, sondern dessen Hauptsponsor: Mercedes Benz. Der deutsche Konzern unterstützte auch die Apartheid in Südafrika, zum Beispiel indem er Fahrzeuge und Maschinen lieferte, mit denen Polizei und Militär die Proteste unterdrückten. Bei vielen Südafrikanern, die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Regime riskierten, ruft das Daimler-Logo schlechte Erinnerungen wach.

Bis heute weigert sich Daimler, Opfer der Apartheid-Gewalt zu entschädigen. In der Khulumani Support Group haben sich daher tausende Menschen zusammengeschlossen, um für Entschädigung zu kämpfen. Sie fordern die Anerkennung des begangenen Unrechts und haben vor einem US-Gericht Klage gegen Daimler und andere Konzerne eingereicht.

Ein Fußball Flashmob am 13. Juni, dem Tag des ersten Spiels der deutschen Elf, soll den Druck auf Daimler erhöhen, seiner Verantwortung endlich nachzukommen. Noch liegt der Konzern in Führung. Mit gezielten Fußball Attacken an möglichst vielen Orten und öffentlichem Druck kann sich das Blatt noch wenden.

Es geht um Wiedergutmachung und Entschädigung. Daimler muss die offene Rechnung endlich begleichen!

Informationen zur Klage gegen Daimler:
star-of-apartheid.de

Khulumani Support Group:
khulumani.net

WM in Südafrika, aber DAIMLER hat noch eine Rechnung offen:
de-de.facebook.com/pages/WM-in-Sudafrika-aber-DAIMLER-hat-noch-eine-Rechnung-offen/117223628300488

Niemand ist vergessen! Gedenken an Dieter Eich

Ar­beits­zwang, Leis­tungs­druck, Na­zi­ter­ror und so­zia­le Aus­gren­zung über­win­den!
Ge­denk­de­mo an­läss­lich des 10. To­des­ta­ges von Die­t­er Eich

Dieter  Eich Gedenken In der Nacht vom 24. zum 25. Mai 2000 wurde Die­t­er Eich in sei­ner Woh­nung im Nord­ost­ber­li­ner Stadt­teil Buch von einer Grup­pe jun­ger Neo­na­zis zu­sam­men­ge­tre­ten und an­schlie­ßend von einem von ihnen, René R, dem Sohn eines ehe­ma­li­gen Bun­des­grenz­schutz­be­am­ten, ab­ge­sto­chen. Die­t­er Eich war in
ihren Augen ein „Schma­rot­zer am deut­schen Volks­kör­per“, da die­ser
So­zi­al­hil­fe bezog und aus ihrer sicht auf „Kos­ten des Staa­tes“ lebte.

10 Jahre spä­ter wol­len wir an den Mord er­in­nern und ein ge­sell­schaft­li­ches Klima at­ta­ckie­ren, das von „Fau­len­zer“-​De­bat­ten in
Po­li­tik, Me­di­en und am Stamm­tisch ge­prägt ist, einem Macht­ver­hält­nis, das per­ma­nent dem Aus­schluss öko­no­misch schlech­ter ge­stell­ter Men­schen zum Ziel und zur Folge hat.

Um dies zu the­ma­ti­sie­ren und um rech­ter All­tags­kul­tur in Buch und Um­ge­bung etwas ent­ge­gen zu­set­zen mo­bi­li­sie­ren linke Grup­pen für den 23. Mai zu einer an­ti­fa­schis­ti­schen und an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen De­mons­tra­ti­on nach Buch.
Diese wird über­re­gio­nal be­wor­be­nen und wird durch eine Ver­an­stal­tungs­rei­he be­glei­tet, die sich kri­tisch mit Ar­beits­ethos, rech­ter Ge­walt, dem „Aso­zia­len“-​Be­griff und der ak­tu­el­len Hartz 4-​De­bat­te aus­ein­an­der­setzt.

Er­in­nern heißt kämp­fen! Kommt nach Buch und de­mons­triert zu­sam­men mit uns gegen jeg­li­che Form von Aus­gren­zung.

An­ti­fa-​De­mo: 23. Mai 2010 | 14 Uhr | S-Bhf. Ber­lin-​Buch

Af­ter-​De­mo-​Kon­zert: 23. Mai 2010 | ab 19.​30 Uhr | Kurt Lade Klub, Grab­be Allee 33
(Hip­Hop: Kur­zer Pro­zess, Block­wart, Hol­ger Bur­ner / Punk: Was­ted Youth)

Bünd­nis „Nie­mand ist ver­ges­sen!“

Europas größtes Nazifest verhindern

Im Sommer 2010 soll in Gera / Thüringen erneut das gegenwärtig größte Nazifest Europas stattfinden. Es ist die achte Auflage des in der Szene immer beliebter werdenden „Rock für Deutschland“ und das Highlight nach den Aufmärschen am 13. Februar in Dresden. Im vergangenen Jahr zog deren Märtyrer „Lunikoff“ ca. 4000 Neonazis nach Gera. Der Rechtsrockexperte Christian Dornbusch sieht darin eine „echte Konstante“.

Den antifaschistischen Protesten wurde trotz dessen nur wenig Solidarität zuteil. Aus Gera und anderen Städten beteiligten sich nie mehr als 700 Menschen. Hinzu kamen Uneinigkeit über Aktionsformen und Gleichsetzung von AntifaschistInnen mit Neonazis.

Unter diesen Vorzeichen vermochten NPD, Kameradschaften und Rechtsrockszene in Gera ihr Fest bundesweit zu etablieren. Fast ungestört von den Protesten mussten sie auch nur wenige Rückschläge einstecken. Während rassistische und antisemitische Tiraden alljährlich mitten in die braune „Homezone“ schallen, lassen es sich die Neonazis bei Hitlergruß und Bier gut gehen.

Es ist an der Zeit die Dimension zu erkennen und der trauten Gemütlichkeit endlich ein Endezu bereiten. Dafür brauchen wir Deine und Eure Unterstützung! Die erfolgreichen Blockaden von Antifa und Zivilgesellschaft gegen Naziaufmärsche in Köln, Jena und Dresden haben es vorgemacht. Wenn wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, uns nicht in „gut“ und „böse“ spalten lassen und die Ausdauer haben, können wir es schaffen. Gehen wir gemeinsam und solidarisch neue Wege, damit eines der letzten großen Events der Naziszene in den kommenden Jahren endlich Geschichte wird.

Kommt zahlreich zu den antifaschistischen Aktionen und achtet auf aktuelle Informationen und die Bekanntgabe des Termins!

Bodo und erster Mai-Nazifrei

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