Archiv für August 2010

NPD kauft Bürohaus in Bad Langensalza

Die NPD steht kurz davor den Kaufvertrag für eine Immobilie im thüringischen Bad Langensalza zu unterschreiben. Der Verkauf an die NPD wurde wohl schon im Jahr 2008 geplant, konnte bisher aber noch nicht durchgeführt werden, auch weil die Stadt damals davon Wind bekommen hatte. In den letzten zwei Jahren war es ruhig bezüglich des Verkaufs, jetzt ist die NPD bereits täglich vor Ort und man hat wohl auch schon die obligatorische Flagge gehisst… Für Thüringen bedeutet das, kurz davor zu stehen einen weiteren Ort an braune Spinner zu verlieren. Das Bürohaus Europa soll als zentrale Anlaufstelle, als Veranstaltungsort, sowie als Sitz eines Versandhandels und für den Vertrieb des „Nordthüringenbote“ genutzt werden. Im Moment prüft die Stadt ob man über den Rechtsweg den Verkauf verhindern kann, etwa über das sogenannte Vorkaufsrecht. Allerdings war man 2008 auch schon an dieser Stelle, damals hatten die aktuellen Besitzer, die sich wohl mit der Immobilie übernommen hatten, der Stadt das Gebäude für einen viel zu hohen Preis angeboten – was damals von Seiten der Stadt abgelehnt wurde. Auch damals hieß es schon: „entweder man bekommt diesen Preis, oder das Gebäude geht an die NPD“. Des Weiteren habe ich gelesen, das die Besitzer wohl in finanziellen Nöten seien und selbst die NPD zwar nicht wollten, aber aufgrund einer bevorstehenden Insolvenz gezwungen seien an die Nationalen zu verkaufen. . . Die Entscheidung fällt sicherlich doppelt so leicht, wenn man nicht in der Gegend wohnt, sondern in Würzburg.

Jetzt heißt es Protest zu organisieren!

Love Thuringia – Hate Fascism (and smallminded crap)
Quelle: Plastic Bombs

Nachttanzdemo am 27. August in Erfurt

Fast jede Woche Konzerte, Elektro- oder Technopartys bis in die Morgenstunden – alles im Besetzten Haus. So war es „damals“ in Erfurt… Dies ist der zweite Sommer ohne selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt! Und es ist immer noch fast unmöglich unbürokratisch Kultur und Parties zu organisieren, ohne Besuch von der Polizei zu bekommen und sich dem Stress mit städtischen Ämtern auszusetzen. Die Organisation von Konzerten, Partys und anderen Kulturveranstaltungen war neben dem Wohnen und den Politikfeldern wie Antifaschismus, Geschichtspolitik, Kapitalismuskritik, Antisexismus, etc. ein wichtiger Teilaspekt im Besetzten Haus. Viele Bands hatten hier kostenlose Proberäume. Leute fanden sich zusammen und organisierten eigene Partys verschiedenster Art. Bei Konzerten und Partys sollten alle dabei sein können, egal wie groß ihr Geldbeutel ist. Sexismus, Antisemitismus und Rassismus sollte entgegen getreten werden. Ein Projekt in dem so etwas möglich ist wieder aufzubauen, ist unser Ziel! Das wollen wir jetzt auf die Straße tragen und rufen zu einer Nachttanzdemo auf. Kommt am 27.8. um 20 Uhr auf den Erfurter Bahnhofsvorplatz und „Tanzt bis(s) zum selbstverwalteten Zentrum“!

 

Hände hoch, Haus her! Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt

Wagenplatzfest am 7. August

Programm ab 16.00 Uhr:

Musik
– laubsägenmassaker iii (elektropunk)
– fliegvogelflieg (minimalteknogeballer)
– shorts happening (indietronick / elektro)
Update:
– h2oouu (minimal / techno)
– to:be (minimal / deep)
– klump (trommelbass / destroyal crew)

Lesung und Diskussion
– Prof. Dr. Dr. B. W. Platz liest aus „Goldene Worte von Kanzler Kohl“

Nahrung (fest)
– Vegane Speisen aus der KücheFürAlle

Nahrung (flüssig)
– Bar mit verschiedenen alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken

und sonst noch
– An der Feuertonne abhängen wie früher
– Stockbrot vs. Knüppelkuchen

und vielem mehr!


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